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Eine Institution feiert 100. Geburtstag

13.04.2016

Germania ist eine Institution in Walsrode und für die Bürger dieser Stadt ist der Verein eine Herzensangelegenheit“,

Bezugsquelle: Walsroder Markt, Ausgabe vom 13.04.2016

 

...betonte der Vorsitzende des Kreissportbundes Joachim Homann beim Festkommers zum 100jährigen Bestehen von Germania Walsrode.

 

Zahlreiche Gäste fanden sich im Hotel Anders ein, darunter der designierte Präsident der Deutschen Fußballbundes, Reinhard Grindel und der Präsident des Bundesligisten Hannover 96, Martin Kind. Begrüßt wurden die Gäste vom Vorsitzenden Günter Strube und moderiert wurde die Feierstunde vom dritten Vorsitzenden, Gerd Meine.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser hatte auch die Aufgabe übernommen, in einem Streifzug über 100 Jahre Germania zu berichten. Er verglich den Verein mit einem Schiff, wobei der Vorstand als Kapitän und Offiziere das Kommando hätten, aber die Mannschaft unter Deck und die Matrosen fast noch wichtiger dafür seien, dass das Schiff nicht aus dem Ruder laufe. Zu einer ungewöhnlichen Zeit, mitten im Ersten Weltkrieg, war der Stapellauf für das Schiff Germania Walsrode“.

 

Das Spiel gegen die Elf einer Bremer Jugendkompanie war schließlich der Anlass zur Gründung am 4. Juni 1916, die durch Jugendliche unter den Namen „Fußballmannschaft der 330. Jugendkompanie Walsrode“ erfolgte, vier Wochen später in „Sportverein Germania von 1916“ umbenannt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trotz der Kriegsjahre herrschte ein reger Spielbetrieb und 1919 blühte der Fußballsport mit neu in der Umgebung gegründeten Vereinen auf. Von 1921 bis 1923 wurde die großzügige Spende von 1000 Dollar eines Deutsch-Amerikaners in den Ausbau des städtischen Sportplatzes in der Eckernworth investiert, 1930 wurde das Gelände am Grünenthal gepachtet und der eigene Sportplatz errichtet.

In der Saison 1932/33 schaffte Germania den Aufstieg in die damals zweithöchste Klasse des deutschen Fußballs. Der Verein verpflichtete einen hauptamtlichen Trainer, aber der Abstieg war 1936 nicht zu vermeiden. Eine großzügige Spende des 1948 zum Vorsitzenden gewählten W. Plötz sorgte für Fertigstellung des „Grünenthal-Stadions“ in 1949.

 

 

 

Nach und nach entwickelte sich der Verein mit steigenden Mitgliederzahlen bis Ende 1979 mit über 700 Mitgliedern zum größten Amateur-Fußballverein in Niedersachsen, bedingt auch durch die Fusion mit dem 1948 gegründeten VfB Walsrode. Der Höhepunkt des Vereinslebens war 1982 die Qualifikation für die erste Hauptrunde, der 1. FC Nürnberg kam nach Walsrode und 6.000 Zuschauer sahen den 3:0 Erfolg des Bundesligisten.

Torwart des 1. FC Nürnberg beim Wimpelaustausch mit Peter Burghardt

Es folgte die Ernüchterung, zu hohe Aufwandsentschädigungen sowie aus dem Vereinsheim-Neubau einhergehend mit einer Hochzinsphase führten zu hohen Verbindlichkeiten. Dem 1980 zum Vorsitzenden Willi Rübke gelang es, 27 Mitglieder für eine Eigentümergemeinschaft zu finden, die zu einem Kaufpreis von 550000 DM das Stadiongelände und das Vereinsheim erwarben und damit den Konkurs und die Abmeldung des Vereins verhinderten.

Vorstand 1983 1. Vorsitzender Willi Rübke. 2. Vors. H. Fuhrhop, 3. Vors. G. Kruse u. G. Strube, Schatzmeister K.H. Dumke, Schriftführer G. Blume, Jugendleiter H. Kirks, Jugendwart: U. Rodewald, stellvertr. Jugendwart: K.H. Wilnewski

Nur allmählich gelang es, diese Turbulenzen zu überwinden, sei es durch Spielerpersönlichkeiten oder als Funktionäre wie Günter Blume oder „Böschi“ Gerd Müller - wobei es auch hier gelang, eine tückische Sandbank mit viel Geschick zu umfahren. Unter Gerd Meine und dem seit 2009 amtierenden Günter Strube wurde ruhiges Fahrwasser erreicht.

Vorstand 2016 1. Vors. Günter Strube. 2. Vors. Birgit Söder, 3. Vors. Anja Pietsch u. Gerd Meine, Schatzmeisterin Friedhilde Koch, Schriftführer n.b., Jugendleiter Günther Völkers, stellvertr. Jugendleiterin : Marlen Hellberg, Sozialwart Frank Leske

Für die Zukunft gilt es nun nach den Worten von Gerd Meine und weiterer Grußredner des Abends, die Zusammenarbeit der Fußballer in der Stadt Walsrode zu forcieren um Kräfte zu bündeln und Ressourcen zu nutzen.

 

Foto: Joachim Hohmann 1. Vorsitzender Sportbund Heidekreis