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Germania - Nun sollen die Mitglieder entscheiden

Germanen haben kein Stadion mehr

Stadt sucht gemeinsame Lösung mit dem VfB und Germania Walsrode

 

Quelle: Walsroder Markt 21.01.2023, von Klaus Müller

 

Am 27. Januar werden sich die Türen des Vereinsheimes auf der traditionsreichen Sportstätte des Grünenthal-Stadions wohl zum letzten Mal öffnen. Ab Februar sollen das Gebäude und das Stadion abgerissen werden. Das Unternehmen Famila will auf dem  real einen Einkaufsmarkt bauen.

Zu ihrer außerordentlichen Mitgliederversammlung erwarten die Walsroder Sportler nun auch Bürgermeisterin Helma Spöring, um zu erfahren, wie es mit Germania weitergehen wird. „Wir lassen die Germanen nicht im Stich“, hatte Bürgermeisterin Helma Spöring immer wieder betont und setzt gefasste Beschlüsse jetzt in die Tat um: Vorläufig spielen die Jugendlichen von Germania und dem VfB Vorbrück in der Eckernworth.

 

Vertrag geschlossen

Wir haben mit den Vereinen VfB und Germania gesprochen und einen entsprechenden Vertrag geschlossen, der vorsieht, dass die Jugendmannschaften und die Damenteams zunächst einmal ihre Spiele in der Eckernworth austragen“, so die Bürgermeisterin. Allein Germania wird mit 15 Teams den Spielbetrieb in der Eckernworth erheblich verstärken – bis die neue Sportstätte Richtung Fulde errichtet ist. Nicht unmöglich, dass es auch andere – kleinere – Lösungen geben könnte, sagt die Bürgermeisterin. „Aber wir haben aus dem Verkauf des Grünenthal rund fünf bis sechs Millionen Euro erzielen können, die wir vollständig für das Fußballgeschehen in der Kernstadt einsetzen möchten. Wir wollen dafür sorgen, den Fußball insgesamt in der Stadt attraktiver zu machen und vor allem den Jugendlichen die Chance geben, in der Kernstadt Fußball spielen zu können.“ Die Stadt werde ein wichtiger Vertragspartner sein und unterstützen, wo es nur möglich und vernünftig sein kann. Zunächst geht es beispielsweise darum, genügend intakte Umkleide- und Duschcontainer in der Eckernworth vorrätig zu halten. Gerade wurde ein Auftrag erteilt, der die Aufstellung von Containern auf dem Parkplatz vorsieht. Das Gebäude in der Eckernworth werde erst nach Fertigstellung der neuen Sportstätte für Germania angegangen.

 

Lehrde-Stadion in Stellichte als Übergangslösung

Germanias Herren werden für die Übergangszeit nach Stellichte in das Lehrde-Stadion gehen. „Wir sind den Stellichtern außerordentlich dankbar, dass sie sich dazu bereit erklärt haben“, so Helma Spöring. Auch hier werde ein entsprechender Vertrag geschlossen. Fußball in Stellichte dürfte dann auch für den heimischen Dorfverein und die Einheimischen noch attraktiver werden. Allein vom Publikumsinteresse her.

 

Ciwan Walsrode trainiert zurzeit auf dem Rasenplatz in Uetzingen unter Flutlicht, wird aber weiterhin seine Punktspiele in der Eckernworth austragen. Helma Spöring möchte den Fußballsport in den nächsten Jahren mehr begleiten. Sie möchte den Kindern und Jugendlichen am besten gemeinsam eine Sportstätte für die Zukunft anbieten. Und sie hofft darauf, dass sich eine Zusammenarbeit zwischen dem VfB und Germania entwickelt, die dem Sport in der Stadt zu Gute kommt. VfB-Vorstand Frank Holste: „Für uns eine Selbstverständlichkeit, dass die Jugendlichen in die Eckernworth kommen. Wir haben dem Vorschlag der Stadt Walsrode zugestimmt und nehmen die Jugend- und Damen-Fußball-Mannschaften von Germania Walsrode gern im Eckernworth-Stadion auf.“ Es sei wichtig für den VfB, dass die Kinder und Jugendlichen zum Training oder Spiel nicht in auswärtige Sportstätten fahren müssten, sondern ihrem geliebten Fußball in der Kernstadt nachgehen könnten. Wie sich der Fußballbetrieb ansonsten in Walsrode entwickeln werde, würde die Zeit mit sich bringen. Man stehe für gemeinsam getragene Vorschläge jederzeit zur Verfügung.

 

Marc Hiller aus dem Vorstandsteam der SGW Germania Walsrode beschreibt die aktuelle Situation für seinen Verein eher als „bescheiden“. „Wir haben noch nichts Schriftliches in der Hand“, sagt der Hamwieder, der mit seinem Unternehmen schon viel Ehrenamtsarbeit für die Germanen geleistet hat. Der Kündigung zum 1. Januar 2022 habe man widersprochen, möchte Daten und Fakten haben. „Das sind wir unseren Mitgliedern einfach schuldig. So können wir das Grünenthal-Stadion nicht verlassen.“Sicherlich sei es gut, dass für die Jugend und auch für die Herren eine spielerische Zwischenlösung gefunden worden sei, „aber wir verlieren durch den Verlust des Grünenthals finanziell sehr viel“, so Hiller weiter. Die Einnahmen aus den Spielen seien immer ordentlich gewesen und hätten dazu beigetragen,dass der Verein auf einer soliden Basis steht. Darum habe man die Stadt auf eine Ausgleichszahlung für die wegfallenden Einnahmen angesprochen. Ein Steuerberater habe ausgerechnet, dass die Walsroder durch den Wegfall des Stadions eine „fünfstellige Summe“ verlieren werden. Das ging einfach nicht. Natürlich stehe man einer neuen Sportstätte positiv gegenüber, aber den Germanen fehlten weitere Informationen. Man hoffe, dass die Bürgermeisterin zur Versammlung Ende Januar noch einmal in das Grünenthal kommen werde.

 

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Veröffentlichung

Mi, 25. Januar 2023

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