Neue Heimat: Germania Walsrode unterschreibt Nutzungsvertrag für das Eckernworthstadion
Nach dreieinhalb Jahren der Heimatlosigkeit ist es endlich so weit: Germania Walsrode hat wieder eine sportliche Heimat. Mit der Unterzeichnung des Nutzungsvertrages mit der Stadt Walsrode ist nun offiziell besiegelt, worauf der gesamte Verein lange gewartet hat: Das sanierte Eckernworthstadion wird künftig zum Mittelpunkt unseres Vereinslebens.
Was lange nach einer Zukunftsperspektive klang, ist nun Realität. Nachdem das Grünenthalstadion vor dreieinhalb Jahren abgerissen wurde, mussten unsere Mannschaften in den vergangenen Jahren auf zahlreiche Sportplätze in den umliegenden Dörfern ausweichen. Stellichte, Nordkampen, Vethem, Kirchboitzen, Uetzingen, Bomlitz und Heber wurden in dieser Zeit zu Trainings- und Spielstätten unserer Mannschaften.
Das hat funktioniert – aber ein echtes Zuhause konnte all das nicht ersetzen.
Nun kehren wir nach Walsrode zurück. Mit dem Eckernworthstadion steht Germania künftig eine moderne Sportanlage mit zweieinhalb Plätzen zur Verfügung. Eineinhalb Plätze sind mit Kunstrasen ausgestattet und damit ganzjährig bespielbar. Hinzu kommt das neue Vereinsheim mit Bar und Küche, das künftig ein zentraler Treffpunkt für Spielerinnen und Spieler, Trainer, Eltern, Fans und Zuschauer sein soll.
Ein Wiedersehen mit einem besonderen Ort
Ganz neu ist die sportliche Heimat für Germania Walsrode allerdings nicht. Im Gegenteil: Im Eckernworthstadion hat der Verein eines der größten Spiele seiner Geschichte erlebt. 1982 empfing Germania Walsrode im DFB-Pokal den damaligen Rekordmeister 1. FC Nürnberg. Für den Verein und die Stadt Walsrode war es ein ganz besonderes Fußballereignis, das bis heute in Erinnerung geblieben ist.
Umso schöner ist es, nun an diesen Ort zurückzukehren. Das Eckernworthstadion ist damit nicht einfach irgendeine neue Spielstätte. Es ist ein Ort, mit dem Germania bereits Geschichte verbindet. Was jetzt wie ein Neustart wirkt, ist deshalb zugleich auch ein Wiedersehen. Ein Wiedersehen mit einem Stück Vereinsgeschichte – und hoffentlich der Beginn vieler neuer Geschichten, die hier in den kommenden Jahren geschrieben werden.
Es ist mehr als ein neuer Sportplatz. Es ist ein Stück Vereinsleben, das zurückkehrt.
Gerade für unsere Jugend bedeutet die Rückkehr nach Walsrode einen enormen Schritt. Viele Kinder und Jugendliche mussten in den vergangenen Jahren zu unterschiedlichen Trainingsplätzen gebracht werden. Künftig können viele von ihnen wieder einfach mit dem Fahrrad zum Training oder zum Spiel fahren. Begegnungen entstehen wieder ganz selbstverständlich – auf und neben dem Platz.
Und auch für den gesamten Verein fühlt sich die Rückkehr wie ein Neustart an. Nach den Einschränkungen der Corona-Jahre und anschließend dreieinhalb Jahren ohne eigene sportliche Heimat beginnt für Germania Walsrode nun ein neues Kapitel.
„Wir freuen uns sehr, dass wir nun wieder ein eigenes Zuhause haben. Die letzten Jahre waren für uns als Verein alles andere als leicht. Wir mussten Trainingszeiten koordinieren, Sportplätze in der Umgebung organisieren und gleichzeitig schauen, wie wir unsere vielen Jugendspielerinnen und Jugendspieler zu den einzelnen Trainingsorten außerhalb von Walsrode bekommen. Umso schöner ist es, dass nun wieder ein echtes Vereinsleben entstehen kann. Viele Kinder kennen Germania bisher vor allem von verschiedenen Sportplätzen – jetzt können sie ihren Verein wieder unmittelbar vor der eigenen Haustür erleben. Wir sind froh, dass wir nun gemeinsam in ein neues Zeitalter starten können.“
Auch für die Bewohnerinnen und Bewohner Walsrodes wird Germania wieder sichtbarer und erlebbarer. Der Weg zum Sportplatz wird kürzer, der Besuch eines Spiels einfacher – und das Eckernworthstadion soll wieder ein Ort werden, an dem sich die Menschen aus Walsrode und Umgebung begegnen.
Ein besonderer Dank gilt deshalb der Stadt Walsrode für die zahlreichen Gespräche in den vergangenen Jahren und das Vertrauen, uns die neue Anlage zur Verfügung zu stellen.
Unser Dank gilt ebenso den Vereinen, die uns in der Zeit der Heimatlosigkeit ihre Sportplätze zur Verfügung gestellt und damit einen wichtigen Beitrag dazu geleistet haben, dass unser Spiel- und Trainingsbetrieb überhaupt möglich war. Danke an Stellichte, Nordkampen, Vethem, Kirchboitzen, Uetzingen, Bomlitz und Heber für eure Unterstützung und Gastfreundschaft.
Nun aber heißt es: Willkommen zurück, Germania!
Lange mussten wir darauf warten. Jetzt können wir es kaum erwarten, endlich wieder gemeinsam auf unserem eigenen Platz zu stehen.
Und lange warten müssen wir nicht mehr: Das erste Spiel im sanierten Eckernworthstadion steht unmittelbar bevor.
Am Sonntag um 15 Uhr empfängt unsere 1. Herren den MTV Soltau zum Bezirksliga-Derby. Bereits um 12:45 Uhr trifft unsere 2. Herren auf Heidmark II.
Die neue Heimat ist bereit. Wir sind es auch.


